Wir beschäftigen uns mit Tiefenpsychologie

Sigmund Freud - Sein Leben

Psychologie ist die Lehre vom Erleben und Verhalten der Menschen. Es gibt verschiedene Erklärungsansätze, oder besser gesagt Paradigmen, mit denen man versucht dies zu erklären oder zumindest nachzuvollziehen. Im Groben kann man sagen, dass die Psychobiologie davon ausgeht, dass alles Erlebte durch die Botenstoffe im Körper eine entsprechende Reaktion auslöst. Der Kognitivismus behauptet, dass das Verhalten aufgrund von kognitiven Prozessen, wie dem Denken und Urteilen, ausgelöst wird. Der Behaviorismus sieht die Reaktion als erlernt, bzw. konditioniert, an. In der humanistischen Psychologie wird davon ausgegangen, dass der bewusste Mensch über Selbstkonzepte verfügt, die er nach Erlebnissen mit seiner Wahrnehmung vergleicht und, wenn notwendig, durch Selbstaktualisierung jene Konzepte verändert. Doch so viel geistige Arbeit kann man bei den meisten Menschen nicht vermuten. Auch die Vorstellung, dass jedes Verhalten erlernt, geplant oder durch Hormone hervorgerufen ist. Deswegen gibt es noch das fünfte Paradigma: die Tiefenpsychologie.

Der Begründer dieses Paradigmas, bzw. der Psychoanalyse, war Sigmund Freud. Er wurde am 6. Mai 1856 in Freiberg, im Kaisertum Österreich, geboren. Städtereisen hierhin werden auf http://www.wimdu.de mit Höchstwertungen empfohlen. Seine Familie war jüdisch und war vor der religiösen Verfolgung aus Köln geflohen. Ursprünglich trug er noch den zweiten Vornamen Schlomo. Er hat zwei ältere Halbbrüder und sieben jüngere Geschwister. Sein Vater war Wollhändler, doch infolge der einsetzenden Wirtschaftskrise 1857 musste die Familie erst nach Leipzig und später nach Wien umziehen. Im Jahr 1873 bestand er das Abitur mit Auszeichnung auf dem dortigen Leopoldstädter Communal-Realgymnasium. Er immatrikulierte sich im selben Jahr an der medizinischen Fakultät der Universität Wien. Drei Jahre später konnte er ein Forschungsstipendium nutzen, um sich auf seine Promotionsarbeit "Über das Rückenmark niederer Fischarten" vorzubereiten. Freud unterbrach sein Studium 1879 für ein Jahr, um seinen Militärdienst zu erfüllen. Im Jahr 1881 erhielt er den Doktortitel. Daraufhin begann er seine Arbeit im Laboratorium für Gehirnanatomie im Wiener Allgemeinen Krankenhaus. Er macht auch eine Studie über Kokain, welches er selbst über lange Zeit konsumierte. Durch Kontakte mit Jean-Martin Charcot und Josef Breuer begann er, sich über Therapieformen zu informieren.

Am 13. September heiratete Freud Martha Bernays, die ebenfalls jüdisch war. Gemeinsam hatten sie sechs Kinder, drei Mädchen und drei Söhne. Während er sich mit den Mädchen gern unterhielt, wenn auch eher fachlich als herzlich, war die Beziehung zu seinen Söhnen kühl. Freud war kein Mensch für starke emotionale Bindungen. Er habilitierte 1885 und erhielt eine Privatdozentur für Neuropathologie an seiner Alma Mater. Gleichzeitig leitete er zwei Jahre lang die neurologische Abteilung im Ersten Öffentlichen Kinderkrankeninstitut. Freud war zwar Atheist, doch die aufkommende Diskriminierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachte ihn zu seinen Wurzeln zurück und ließ ein Zugehörigkeitsgefühl aufkommen, welches sich im Beitritt zur B'nai B'rith-Loge äußerte.

Freud war starker Raucher und erkrankte, wahrscheinlich in Folge daran, 1922 an Gaumenkrebs. Der rechte Oberkiefer musste entfernt werden und wurde durch eine Prothese ersetzt. Bis zu seinem Tode musste er 33 Operationen durchführen lassen. Gegen Ende konnte er sich kaum noch artikulieren. Er emigrierte erst im Juni 1938 nach London, nachdem eine Tochter verhört worden war. Nur ein Jahr später, am 23. September 1939 beging Freud Suizid mit Hilfe einer Überdosis Morphin.