Wir beschäftigen uns mit Tiefenpsychologie

Muss der Mensch einen Partner haben um glücklich zu sein ?

Der Partner als Fels in der Brandung

Ein Partner kann auf jeden Fall glücklich machen, dazu müssen beide Menschen nur gut zusammenpassen. Positive Emotionen in Form von gemeinsamen unvergesslichen Erlebnissen sind Bestandteil einer Partnerschaft. Zusammen ferne Länder bereisen und wilde Dschungel durchkämmen - der Traum einer perfekten Beziehung.
Bei all der ganzen Action wachsen beide Parts immer mehr zusammen, sie verstehen sich blind und lieben sich auch sehr. Die feste Beziehung wird von Tag zu Tag stärker und vielleicht können beide auch zusammen alt werden. Zwischen all der Romantik spielt natürlich der finanzielle Aspekt eine große Rolle. In schöner Zweisamkeit lebt es sich viel angenehmer und wenn es bei einem beruflich nicht so gut läuft, tröstet der Partner über den Schmerz hinweg. Um das Essen für den nächsten Tag braucht sich auch keiner Sorgen zu machen, da der Partner im Notfall aushilft. Bei familiären Trauerfällen, wie dem Tod eines Familienmitglieds, gibt der Partner Stärke und Liebe, damit der Schmerz schnell verklungen ist. So schön das auch alles klingen mag, so bitter ist die Realität wenn die Beziehung in die Brüche geht. Damit das nicht passiert, müssen beide Partner viel Energie in die Beziehung zu investieren. Erzwungen werden kann nichts, denn wie jeder weiß kommt die Liebe ganz von alleine.

Heutige Realität

Das eben gezeichnete romantische Bild trifft leider nur auf einen kleinen Teil der Beziehungen zu. Viele Partnerschaften haben schon nach wenigen Monaten mit erheblichen Problemen zu kämpfen und zerbrechen schmerzlich an ihnen.
Eine neuzeitliche gesellschaftliche Strömung ist die Polygamie, was soviel wie Liebe mit mehreren Menschen bedeutet. Der Single wird in den Medien als glücklicher Mensch dargestellt, der sich um nichts Sorgen machen muss - keine nervigen Kinder, weniger lästige Steuern. So sind viele glücklich über ihre Singleleben und wollen es auch nicht ändern.
Sex verkommt in der heutigen Realität immer mehr zum Vergnügungsgut und wird immer freizügiger mit mehreren Partner ausgelebt. Was früher nur mit einer ganz bestimmten Person vollzogen wurde, wird heute schamlos mit einer Vielzahl an Partner ausgeführt. Wenn es dann doch zu einer festen Beziehung kommt, dient diese eher der Selbstbestätigung und damit daheim immer jemand auf einen wartet. Der Partner wird in die Rolle eines Ankers gedrängt, der in Krisensituationen den letzten Halt bietet und davor teilweise schamlos ausgenutzt wird. Meistens geschieht dies in finanzieller Hinsicht. Ein Partner wird nur noch als eine Art Haustier gehalten, weil es gesellschaftlicher Brauch ist eine Beziehung zu führen.

Rezept zum Glück

Wer nun ein Rezept nach Oma's Tradition sucht, wird nun bitter enttäuscht. Denn jeder muss seinen eigenen Weg zum Glück beschreiten. In Medien gibt es Interviews von Frauen, die ausgiebig über ihr Sexualleben mit mehreren Partnern berichten. Da es gesellschaftlich verpönt ist, treten sie nur mit Maske auf. Sollte das der Weg zum eigenen Glück sein, ist daran überhaupt nichts verwerflich. Allerdings müssen Ehrlichkeit und gegenseitiger Respekt Beachtung finden. Es sollte dem Partner nichts vorgespielt werden. Außerdem darf er nicht auf den Gedanken kommen, dass der Sex der Grundstein für eine zukünftige Beziehung mit dem Lebenspartner wäre. Obwohl in letzter Zeit das Singleleben stark in den Fokus gerückt ist, leben in Deutschland viele Menschen noch immer in traditionellen Familien. Vater, Mutter und Kind bilden eine starke Einheit und ermöglichen eine gegenseitige Stärkung in Krisensituationen. Wenn ein Mensch alleine lebt, profitiert er nicht von so einer mentalen Stütze. Sofern die leiblichen Eltern noch leben, kann er sich dort Trost holen, dies ist aber keine dauerhafte Lösung. Die biologische Uhr tickt unausweichlich und die Zeit des körperlichen Verfalls ist irgendwann gekommen. Attraktivität verliert an Wert und es zählen charakterliche Eigenschaften. Wer dann alleine ist, wird es sein Leben lang bleiben.