Wir beschäftigen uns mit Tiefenpsychologie

Die Herz-Lungen-Maschine

Bei besonders schweren Operationen ist es manchmal notwendig, den Patienten zeitweise an die Herz-Lungen-Maschine anzuschließen, damit diese vorübergehend die Arbeit dieser Organe übernimmt. Schließlich würde das Aussetzen eines dieser Organe für nur wenige Minuten bereits schlimme Schäden im Körper und vor allem dem Gehirn zur Folge haben.

Die Geschichte und Funktionsweise

Um eine Maschine bauen zu können, die die Blutzirkulation außerhalb des Körpers ermöglicht, war es notwendig, alles über die Gerinnung zu wissen. Durch die Entdeckung des dafür verantwortlichen Heparins im Jahr 1916 war der Grundstein gelegt. Zusammen mit Entdeckungen zur Sauerstoffanreicherung von 1944 konnte die Arbeit zum Abschluss gebracht werden. Im Mai 1953 wurde erstmalig eine Patientin an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und 45 Minuten lang operiert. Drei Jahre später wurden Membranoxygenatoren eingesetzt, um eine bessere Anreicherung des Blutes mit Sauerstoff sicherzustellen und besonders Luftembolien zu vermeiden. Die Maschine pumpt Blut kontinuierlich im gewünschten Rhythmus, die Regulierungsmöglichkeiten liegen zwischen 0,01 l/min und dem 100fachen Volumen. Die Lungenfunktion kann auch heute nur teilweise nachgeahmt werden, die Diffusionsfläche die im Körper durch die Lungenbläschen 200m² groß ist, muss auf 10m² eingeschränkt werden. Dafür ist es möglich, das Blut zu erwärmen, abzukühlen und zu filtern. So kann die Maschine Gasbläschen zurückhalten. Ebenfalls vorhanden sind Filter, die Wasser und harnpflichtige Stoffe aussieben und so die Nieren schonen. Auch kann ein Wasserentzug durchgeführt werden, der Ödeme verhindert.

Ein Eigenblutdepot

Manchmal werden Menschen gebeten, vor einer großen OP sich selbst Blut zu spenden, um die Gefahr von Komplikationen zu vermeiden und die Konserven zu schonen. Organisiert wird das Ganze über eine Art Partnervermittlung zwischen Patient und Blutlagerungsanstalt. Das Blutvolumendepot der Maschine sorgt zusätzlich dafür, dass das abgesaugte Blut entschäumt und gefiltert wird und, zusammen mit dem zurückgehaltenem Blut, nach dem Großteil der OP wieder eingelassen werden kann.