Wir beschäftigen uns mit Tiefenpsychologie

Die Eiserne Lunge

Mit diesem furchteinflößendem Namen wurde ein klinisches Gerät bedacht, welches tausenden von Menschen das Leben rettete. Sie war während der schlimmen Zeit der Polioepidemien die letzte Rettung und wurde für manche zu einer jahrelangen Notwendigkeit.

Der Kinderlähmung entgegenwirken

Der Amerikaner Philip Drinker entwickelte sie 1920 um lungenkranken Patienten zu helfen. Die Maschine besteht aus einer körperlangen Röhre, in die der Mensch sich legt. Der Deckel wird so zugemacht,dass der Hals luftdicht abgeschlossen ist und nur der Kopf rausschaut. Durch diese Abdichtung ist es möglich im Gerät einen Unter- und Überdruck zu erzeugen, der die Arbeit der Lunge erzwingt. Bei Menschen die an Polio erkrankten, waren häufig die Muskeln und das Zwerchfell gelähmt, die die Lunge steuern. Ohne die Ersatzleistung durch die Maschine wäre es damals nicht möglich gewesen den Patienten zu helfen. Sie wurde meist kurzzeitig während des Akutstadiums der Krankheit notwendig. Doch manche waren jahrelang in ihr gefangen, weil die Muskelfunktion nicht zurückkam. Ein kleines Mädchen war die Erste, der durch die Eiserne Lunge 1928 das Leben gerettet werden konnte. Bis 1970 wurden diese Maschine hergestellt, doch dann wurde die Behandlung fortschrittlicher. Heute kann man die Lungen nur noch als Museumsstücke bestaunen. Ihre Arbeit wurde durch die Einführung der endotrachealen Intubation und Atemschrittmacher ersetzt, die die Patienten weniger einschränkt.

Ein Leben in der Lunge

Es gibt mehrere Berichte über Menschen, die ihr ganzes Leben seit der Erkrankung in der Eisernen Lunge verbringen mussten. Die längste Zeit liegt bei 61 Jahren. Die Patientin hatte sich zu Lebzeiten durch die Lunge kaum einschränken lassen und nie ihren Humor verloren. Eine andere Patientin starb in der Lunge, jedoch nicht am Alter oder einer Krankheit, sondern leider durch einen Stromausfall.